The little life of Klärchen

Die Lesende Minderheit

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Freitag, 1. April 2011

Bloß Worte

"Es ist vielleicht auch gar nicht gut, wenn alles, was man sich sonst wortlos zu verstehen gibt, in Worte umgesetzt werden muß. Der Unterschied zwischen der Wirklichkeit, nachd er man Verlangthat, und den Worten, die die Brücke zu dieser Wirklichkeit schlagen wollen und doch nicht können, ist zu überwältigend." Dietrich Bonhoeffer

Ein Problem vor dem wir täglich stehen. Wie sage ich jemand anderm was in meinem Kopf vorgeht, aber so dass cih nicht missverstanden werde? Oft kommt doch nur die hälfte von dem an was eigentlich gemeint war, weil ein bestimmtes Gefühl, ein kleiner Gedanke, der sich irgendwo in meinem Kopf verstekt, doch nicht den Weg in meine Worte gefunden hat.
Als ob das nicht schon schwer genug wäre machen wir es uns auch noch immer schwerer. Fällt beim Telephonieren schon die Körpersprache weg, so wird es bei SMS, E-Mail und co noch viel schwerer. Ironie lässt sich bloß noch erahnen und ob ich etwas nun nur so dahingesagt habe oder dabei schon ein bisschen sauer oder zickig war, das bleibt der Phantasie des Lesers überlassen.
Hilft es uns also wirklich imemr und überall erreichbar zu sein? Oder verstricken wir uns nicht viel merh in Missverständnisse? Sind SMS wirklich schneller, wenn man doch immer nachfragen muss, ob man sie auch richtig verstanden hat?
Und doch gibt es auch Vorteile, manchmal ist es eben doch leichter, Nachrichten weiter zugeben, ohne dem Empfänger in die Augen zu schauen. Man bleibt objektiver, aber ist das der Sinn der Kommunikation? Geht damit nicht auch ein Stück von uns selbst im Netzt verloren?

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