The little life of Klärchen

Die Lesende Minderheit

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Samstag, 5. März 2011

Selbstkritik/Paramore - Fences Music Video



"You're always on display
For everyone to watch and learn from"


Unser Leben gehört doch eigentlich kaum noch uns selbst. Via Facebook, Schüler/StudiVZ oder wie sie alle heißen weiß jeder was wir grade tun. Wer möchte kann sich auch gleich von einem Kamerateam verfolgenlassen und ganz Deutschland kann dann sehen was man am Tag X so erlebt hat.
In youtube setzten wir die Liebeserklärung für die Freundin, und schreiben schließlich in unserem Blog darüber.
Ich weiß das klingt etwas paradox wenn ich mich gerade in einem Blog darüber auslasse wie sehr unser privates in die Öffentlichkeut gedrängt wird, aber mal ehrlich, es nimmt doch bald Überhand.
Ich sehe Vorteile in Facebook, z.B. um mit Freunden zu kommunizieren die am anderen Ende der Welt sind. Und ich lese gerne Blogs, und schreibe auch gern, aber vor allem um z.B. etwas über neue Rezepte, Nähsachen etc. zu erfahren.
Ich übe hiermit Selbstkritik,früher schrieb man Tagebuch und versteckte es sorgfältig unter dem Bett damit keiner es fand, heute stellen wir alles ganz bewusst ins Internet.
Aber verlieren wir uns damit nicht auch selbst. Was von uns gehört denn nochw irklich uns, wenn jeder andere es auch weiß?

Liebste Grüße, Lena

2 Kommentare:

wideeyedtree hat gesagt…

Ich weiß, was du meinst. Ich habe hauptsächlich meinen Blog um mich über meine "Hobbies" auszutauschen, aber echt Hemmungen über wirklich Wichtiges, Privates zu schreiben, obwohl mir öfter danach wäre. Ich bin noch so eine, die ihr Tagebuch mit den geheimsten Gedanken unterm Bett versteckt :)
Manchmal habe ich das Gefühl, dass durch die Vernetzung das Gefühl entsteht, dass wir uns alle besser kennen, doch das ist nur Schein. Man erfährt nur einen Teil, den jeder selbst bestimmt. Das wahre Ich rückt irgendwie immer mehr in den Hintergrund.
Du hast recht, alles hat Vor-und Nachteile. Auch das Internet.

Lena hat gesagt…

Danke, das du dein Tagebuch noch versteckst. Ich find das wirklich schön. Denn eigentlich ist es doch schade, wenn jeder alles weiß. Schon komisch, dass dadruch das mann aller Welt schreibt und sich scheinbar öffnet, im Grunde auch ein Stück von sich selbst verliert. Es freut mich das das einer versteht.