Heute war ein vollgestopfter, ökumenischer, musikalischer, größtenteils wunderschöner Tag. Wir hatten heute mit dem Chor zwei Auftritte. Zuerst haben wir auf einer katholischen Hochzeit gesungen. Die Stücke waren wunderschön, und auch bei den anderen Liedern war es einfach nur schön zu singen, gerade wegen der tollen Akkustik in der Kirche.
Von da aus gings dann auf dirketem Weg zum Konfirmationsgottesdienst in unserer Gemeinde. Die Abfolge der Stücke war zunächst die gleiche: 1. Lord make me an instrument von Willkocks, 2. The Lord bless you and keep you von Rutter 3. Von guten Mächten, 4.Geh aus mein Herz. Bei der Konfirmation kamen noch Cantus Gloriosus von Swider und die gesamte Liturgie hinzu.
Schon lange habe ich nicht mehr so gerne gesungen. Mehrmals hatte ich Gänsehaut beim Singen, es war wirklich klasse.
Und dann war da noch die Predigt. " Kinder erziehen heißt Abschiednehmen" das war für mich der Kernstaz. Nicht weil ich selbst Kinder erziehe, sondern weil ich derzeit selbst mitbekomme wie schwer es meinen Eltern fällt loszulassen. Trotzdem muss es ein, ist ja auch kein Abschied für immer.
Gleichzeitig ist mir etwas bewusst geworden: vor knapp 5 Jahren saß ich da unten, rechts neben dem Flügel mit wackeligen Knien, schick gemacht und neben mir meine beste Freundin. Schon ganze 5 Jahre ist meine eigene Konfirmation her, kann doch gar nicht sein, Im Grunde ist es doch erst gestern gewesen, ich kann mich noch an so viel erinnern. Wie kann die Zeit so schnell vergehn. Ich war grade mal in der 8. Klasse, der Schulabschluss schien noch so weit weg. Die Konfizeit war zuende, es gab viele neue Freunde von denen ein paar bis heute geblieben sind. Und doch hat sich so viel verändert. Ich bin hineingewachsen in eine tolle Gemeinde, das mit dem ein richtiges Mitglied der Gemeinde werden hat vollkommen geklappt. Auch wenn man dafür oft schief angeguckt wird. Ich würde über mich selbst sagen, dass ich gläubig bin. Die Kette mit dem kleinen Kreuz ist nicht nur Schmuck, sie bedeutet für mich etwas. Ich bereite von Herzen gerne die Kindergottesdienste vor und gehe Sonntags zur Kirche um beim Kindergottesdienst zu helfen. Damit bin ich aber doch noch lange nicht weltfremd. Ich glaube an die Evolutionstheorie nach Darwin. Ich könnte mich nicht hinsetzen, die Hände in den Schoss legen und warten das Gott das schon irgendwie regelt. Ich zweifle, denn auch das habe ich gelernt: Zweifeln und Nachfragen sind Teil des Glaubens. Wer nur hinnimmt und blind folgt, der verfällt nur allzuschnell dem Irrglauben.
Schon komisch das ich sofort anfange mich zu rechtfertigen, oder?
Naja, das wars erstmal. Bin ganz schön ko, und morgen dürfen wir nochmal singen :-). Ich freu mich schon drauf.
Liebste Grüße, Lena
Samstag, 28. Mai 2011
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